Wir graben wieder!
Grabungskampagne 2026 auf dem Kalkrieser Oberesch
Gemeinsam mit der Universität Osnabrück begibt sich das Kalkrieser Archäologie-Team auf Spurensuche. Im Mittelpunkt der Ausgrabungen steht die im Museumspark gefundene Wallanlage.
Lange Zeit gingen Forschende davon aus, dass die Germanen mit dem Wall einen Hinterhalt angelegt hatten. Die in späteren Grabungen entdeckten Spitzgräben am östlichen und westlichen Rand des „Oberesch“ im heutigen Museumspark lassen in eine andere Richtung denken: Haben wir hier ein römisches Marschlager vor uns? Jüngst durchgeführte geo-archäologische Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass es sich bei dem Wall um mittelalterliche Bodenbildungen handeln könnte. Es ist viel Bewegung in der Diskussion und viele Fragen sind noch unbeantwortet. Für das Verständnis und die Interpretation der Geschehnisse vor Ort ist es von großer Bedeutung, den Wallbefund zu verstehen und einzuordnen.
Neue Forschungsmethoden sollen Klärung bringen: Mit Hilfe mikrostratigrafischer und mikromorphologischer Untersuchungen lassen sich im Boden feinste Geh- und Nutzungshorizonte erkennen. Mit Unterstützung von Spezialisten der Universität werden dafür Bodenproben aus den relevanten Schichten genommen, präpariert und im Labor unter dem Mikroskop ausgewertet. Damit können zum Teil millimeterfeine Geh- und Nutzungshorizonte identifiziert werden, um so den Bodenaufbau sehr genau zu rekonstruieren, und so – hoffentlich – das Rätsel des Walls lösen.
Neugierig? Am 20. September 2026 haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit die Grabung zu besichtigen. Alle Informationen in unserem Veranstaltungskalender.
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