Nachhaltiges Handeln gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Wir als Museum möchten unseren Beitrag dazu leisten und stellen seit vielen Jahren unsere Aktivitäten auf den Prüfstand. Viele Maßnahmen haben wir schon umgesetzt und bei weiteren haben wir uns auf den Weg gemacht. Das betrifft alle Bereiche unseres musealen Arbeitsalltags, sei es etwa in der Verwaltung oder im Museumsbetrieb, aber zum Beispiel auch die Ressourcen schonende Produktion von Sonderausstellungen.
Wir sind "Ausgezeichnet nachhaltig!".
Zertifiziert nach dem Nachhaltigkeitsstandard des Deutschen Museumsbundes, unabhängig geprüft durch DEKRA.
Museum und Park Kalkriese ist im Mai 2026 vom Deutschen Museumsbund als eines der ersten Museen in Deutschland mit dem Nachhaltigkeitssiegel „Ausgezeichnet nachhaltig“ geehrt worden. Der Zertifizierungsprozess erstreckte sich über 15 Monate. Nun trägt das Museum offiziell das Siegel.
Das Nachhaltigkeitssiegel wurde vom Deutschen Museumsbund entwickelt, um ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaktivitäten im Museumsbereich zu systematisieren und zu stärken. Zugleich soll es dazu beitragen, wirksame Nachhaltigkeitsstandards für den gesamten Museumssektor zu etablieren.
Auf dem Weg zur bundesweiten Einführung wurde die Zertifizierung in einer Pilotphase unter Praxisbedingungen getestet. Sechs Museen haben das Verfahren vollständig durchlaufen. Das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart, das Freilichtmuseum Amerang und die Varusschlacht im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese gingen noch einen Schritt weiter und ließen sich bereits erfolgreich durch die DEKRA zertifizieren.
Weitere Informationen zu “Ausgezeichnet nachhaltig!” und zum Online-Tool MUNA erhalten Sie auf der Website des Deutschen Museumsbundes: www.museumsbund.de/zertifizierung-nachhaltige-museen
Energie
Energie
Wir möchten unsere Energieversorgung verbessern. Dazu bauen wie die Solarenergie aus, stärken den Ausbau des internen Stromnetzes auf unserem Gelände und haben eine neue Gasheizung mit Wärmepumpe für das Verwaltungsgebäude eingebaut. Unser CO2-Ausstoss sinkt durch die Wärmepumpe jedes Jahr um gut 16 Tonnen. Auf dem Dach dem Besucherzentrums haben wir überdies eine Photovoltaikanlage installiert, im Obergeschoss des Besucherzentrums wurde die Klimaanlage auf Umluft ungestellt und herkömmliche Leuchtmittel haben wir weitgehend durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Durch die Umsetzung der Maßnahmen sparen wir jedes Jahr durchschnittlich 160 Tonnen CO2 ein.
Seit 2025 setzen wir das Energiekonzept „Nachhaltige Transformation“ um. Auf den Parkplatz Hagenbreite wird eine Parkplatzüberdachung gebaut, auf deren Dach zwei PV-Anlagen installiert werden. 2027 wird im Museum die Heizung erneuert und zur Unterstützung eine große Wärmepumpe eingebaut. Durch die beiden PV-Anlagen und die Wärmepumpe werden wir pro Jahr durchschnittlich 276.000 kWh Energie (Strom und Gas) einsparen, was einer CO2-Reduktion von gut 106 Tonnen entspricht.
Museumspark
Unser Museumspark wird wieder zum nachhaltigen Naturraum. Unsere Waldfläche überlassen wir mittlerweile weitgehend sich selbst. Wurde die offene Wiesenfläche früher alle vier bis sechs Wochen gemäht, so geschieht das nur noch zweimal im Jahr. Das Areal wird abgemagert und spezielles regionales Wildpflanzensaatgut ausgebracht. Wir schaffen Raum für Insekten und Wildtiere. Unsere Besucher:innen erfahren über unsere vielen Maßnahmen im Park mit dem Parcours „Varus und die grüne Zukunft“, gefördert von Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Doch auch über das Parkmanagement hinaus bieten sich hier für unsere museumspädagogische Arbeit zahlreiche Anknüpfungspunkte: Die Bildungskampagne der Vereinten Nationen »Bildung für nachhaltige Entwicklung« (BNE). Einige der Handlungsfelder liegen im Bereich der Umwelt- und Verbraucherbildung, die sich hier aufgreifen und mit unserem historischen Kernthema in Verbindung bringen lassen. Dazu zählt unter anderem das Thema „Ernährung“.