Nachhaltiges Handeln gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Wir als Museum möchten unseren Beitrag dazu leisten und stellen seit vielen Jahren unsere Aktivitäten auf den Prüfstand. Viele Maßnahmen haben wir schon umgesetzt und bei weiteren haben wir uns auf den Weg gemacht. Das betrifft alle Bereiche unseres musealen Arbeitsalltags, sei es etwa in der Verwaltung oder im Museumsbetrieb, aber zum Beispiel auch die Ressourcen schonende Produktion von Sonderausstellungen.
Energie
Energie
Wir möchten unsere Energieversorgung verbessern. Dazu bauen wie die Solarenergie aus, stärken den Ausbau des internen Stromnetzes auf unserem Gelände und haben eine neue Gasheizung mit Wärmepumpe für das Verwaltungsgebäude eingebaut. Unser CO2-Ausstoss sinkt durch die Wärmepumpe jedes Jahr um gut 16 Tonnen. Auf dem Dach dem Besucherzentrums haben wir überdies eine Photovoltaikanlage installiert, im Obergeschoss des Besucherzentrums wurde die Klimaanlage auf Umluft ungestellt und herkömmliche Leuchtmittel haben wir weitgehend durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Durch die Umsetzung der Maßnahmen sparen wir jedes Jahr durchschnittlich 160 Tonnen CO2 ein.
Seit 2025 setzen wir das Energiekonzept „Nachhaltige Transformation“ um. Auf den Parkplatz Hagenbreite wird eine Parkplatzüberdachung gebaut, auf deren Dach zwei PV-Anlagen installiert werden. 2027 wird im Museum die Heizung erneuert und zur Unterstützung eine große Wärmepumpe eingebaut. Durch die beiden PV-Anlagen und die Wärmepumpe werden wir pro Jahr durchschnittlich 276.000 kWh Energie (Strom und Gas) einsparen, was einer CO2-Reduktion von gut 106 Tonnen entspricht.
Museumspark
Unser Museumspark wird wieder zum nachhaltigen Naturraum. Unsere Waldfläche überlassen wir mittlerweile weitgehend sich selbst. Wurde die offene Wiesenfläche früher alle vier bis sechs Wochen gemäht, so geschieht das nur noch zweimal im Jahr. Das Areal wird abgemagert und spezielles regionales Wildpflanzensaatgut ausgebracht. Wir schaffen Raum für Insekten und Wildtiere. Unsere Besucher:innen erfahren über unsere vielen Maßnahmen im Park mit dem Parcours „Varus und die grüne Zukunft“, gefördert von Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Doch auch über das Parkmanagement hinaus bieten sich hier für unsere museumspädagogische Arbeit zahlreiche Anknüpfungspunkte: Die Bildungskampagne der Vereinten Nationen »Bildung für nachhaltige Entwicklung« (BNE). Einige der Handlungsfelder liegen im Bereich der Umwelt- und Verbraucherbildung, die sich hier aufgreifen und mit unserem historischen Kernthema in Verbindung bringen lassen. Dazu zählt unter anderem das Thema „Ernährung“.
Zertifizierung „Nachhaltiges Museum“
Wir haben uns in diesem Jahr gemeinsam mit 50 Museen im Rahmen des Projekts “Zertifizierung Nachhaltige Museen – Vom Wollen zum Machen” des Deutschen Museumsbund auf den Weg zum nachhaltigen Museum gemacht. 170 Erklärungen, Messungen, Dokumentationen, Datenblätter, Konzepte, Leitlinien usw. zu erstellen. Die Pilotphase endete im September. Aber das ist nicht das Ende:Nachhaltigkeit im Museum soll nachprüfbar und verlässlich ausgezeichnet werden. Da extern Audit übernimmt die DEKRA. Und wir sind eins von vier Museen, die in der ersten Runde als „nachhaltiges Musem“ zertifiziert werden.