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Museumsblog

Römische Gaumenfreude I

06. mei 2020 | Museumsblog | 0 comments

Mein Name ist Claudia Langer-Huge und in Kalkriese bin ich als Gästeführerin unterwegs. Den Gästen und MuseumsbesucherInnen, die eine Führung mit mir begleiten, kennen mich oftmals nur als Claudia. So kommt die passende Stimmung auf, denn der Vorname ist ja tatsächlich römisch und war im Altertum zudem sehr beliebt.
Als gelernte Hotelfachfrau liegt mir das Essen sehr am Herzen, weswegen ich in der Corona Zeit ein paar Rezepte aus der römischen Antike ausprobierte. Ich nasche sehr gerne und aus diesem Grund beginne ich mit dem Rezept für eine römische Nachspeise:

Globuli (Quark/Mohnbällchen) - kleine Portion, ca. 15 Stück
•    100 g Mascarpone
•    150 g Dinkel oder Weizengrieß
•    Olivenöl
•    Honig und Mohn zum Bestreuen

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Aus dem Alltag einer Gästeführerin Teil 5

28. april 2020 | Museumsblog | 0 comments

Viele Menschen haben einen Lieblingsplatz. Sei es das Café um die Ecke, die bestimmte Bank am Wanderweg oder gleich eine ganze Stadt: unsere Gästeführerin Bianka Grauert hat sich Gedanken über ihren ganz persönlichen Lieblingsplatz gemacht:

"Vor ein paar Tagen wurde im Regionalfernsehen ein Beitrag über Lieblingsplätze gesendet. Verschiedene Personen stellten in einem kleinen Video im Laufe einer Woche ihren Lieblingsplatz vor. Da war zum Beispiel der Holzschnittkünstler zu sehen, der einen Blick auf seinen Balkon gewährte, auf dem er gerne mit einem Glas Wein und einem Pfeifchen entspannt und dabei auf einen Fluss hinunter blickt. 

Dieser Beitrag führte dazu, dass ich darüber nachdachte, welches mein Lieblingsplatz sei.

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Aus dem Alltag einer Gästeführerin Teil 4

28. april 2020 | Museumsblog | 0 comments

GästeführerInnen haben einen sehr abwechslungsreichen Alltag - man weiß nie, wer zur gebuchten Führung kommt! So ist es jedes Mal eine kleine Überraschung, auf die man nicht immer vorbereitet sein kann... Heute erzählt Ulrike Brake von einem ganz besonderen Besucher:

"Wir GästeführerInnen haben bei unseren Führungen immer wieder interessante Erlebnisse. Wir treffen auf verschiedenste Menschen und wissen nie genau, was uns erwartet. Mit der Zeit intensiviert man jedoch seine Menschenkenntnis, so dass man schon in den ersten Minuten einer Führung feststellt, was einen - wahrscheinlich - erwartet. Immer wieder herrlich zu beobachten ist das Gefüge in den Schulklassen. Grundsätzlich ist auf den ersten Blick zu erkennen, ob die Gruppe sich auf einer Klassenfahrt befindet. Denn dann erwarten die GästeführerInnen bunt gekleidete kleine Menschen – ganz offensichtlich hat kein bemühtes Mutterherz die Kleiderwahl beaufsichtigt - mit übernächtigten Gesichtern. So mancher Junge hat des Nächtens Nagellack verpasst bekommen oder eine pinke Haarsträhne von seinen allzu kreativen Mitschülerinnen.

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Digitalisierung in der Archäologie

15. april 2020 | Museumsblog | 0 comments

Das Magazin

Lukas Lammers, Werksstudent in der Sammlung, gibt heute einen kleinen Einblick in seine Arbeit:

Digitalisierung ist heute überall ein ständiges Thema. In beinahe allen Berufen, im Verkehr und im Privaten werden neue Medien und Technologien immer stärker eingesetzt und entwickeln sich weiter.

Auch an der Archäologie und dem Museumsbetrieb geht dieser Fortschritt natürlich nicht vorbei. Ein Museumsbesucher sieht davon nichts, aber hier gibt es nun einen kleinen Einblick in das Digitalisierungsprojekt unserer archäologischen Sammlung.

Seit 1989 werden in Kalkriese Ausgrabungen durchgeführt. Zunächst kümmerte sich die Stadtarchäologie Osnabrück um die Funde, bis das Projekt mehr und mehr eigenständig wurde. Über die Jahrzehnte haben sich ca. 3700 römische Funde in unserem Magazin angesammelt. Die schönsten davon sind in der Ausstellung zu sehen. Hinzu kommen etwa 3300 Funde, die römisch sein könnten, 500 frühgeschichtliche Funde und zahlreiche mittelalterliche und neuzeitliche Funde. Dabei sind dies nur die Metallfunde. In einem weiteren Magazin lagern Keramik, Knochen, Feuerstein und Bodenproben.

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Aus dem Alltag einer Gästeführerin Teil 3

25. maart 2020 | Museumsblog | 0 comments

Das Angebot an Führungen hat sich im Laufe der Zeit so vergrößert, dass für jeden Einzelbesucher und jede Gruppe, egal welchen Alters etwas dabei sein müsste und wir Gästeführer/innen manchmal sogar den Überblick verlieren. Das wird besonders deutlich, wenn wir mal wieder unsere Kreuze auf einem eng beschriebenen beidseitig bedruckten DinA4-Bogen mit Führungen machen sollen und der eine oder andere sich ratlos fragt, was sich hinter manchen Bezeichnungen für Führungen wohl verbirgt. Denn nicht jeder macht alles. Beim Kochen, Basteln und mit Schülern durch den Park marschieren sind außer den rhetorischen Talenten auch praktische, künstlerische, sportliche und natürlich pädagogische Talente gefragt. Da meine praktischen Fähigkeiten begrenzt sind, reiße ich mich weder ums Kochen noch ums Legionärszelt aufbauen, bin allerdings sehr stolz, wenn es dann doch geklappt hat.

Heute möchte ich von zwei Führungsformaten berichten, die sehr unterschiedlich sind, aber beide sehr viel Spaß machen.

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Wissenschaft hautnah - Praktikum im Museum

24. maart 2020 | Museumsblog | 0 comments

Finja Neumann und Katrin Habben

Bereits zum zweiten Mal in Folge konnten wir im letzten Jahr Schülerinnen vom Gymnasium Ulricianum Aurich bei uns begrüßen, die als Praktikantinnen mit einem Stipendium der Auricher Wissenschaftstage zwei Wochen unsere archäologische und museumspädagogische Arbeit begleiteten und unterstützten. Was sie dabei erlebt haben, schildern sie in einem Blogbeitrag: 

„Am Sonntag, den 06.10.2019 sind wir, Katrin Habben (GE903) und Finja Neumann (EN902), eine Stunde später als eigentlich geplant in Venne, Ostercappeln angekommen. In Venne wurden wir freundlich und hilfsbereit von den Vermietern unserer Ferienwohnung, die in den nächsten zwei Wochen unser Zuhause darstellte, empfangen.

Am Montag fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Fahrrad ins vier Kilometer entfernte Kalkriese. In dem kleinen Ort bei Bramsche durften wir dank der Auricher Wissenschaftstage unser zweiwöchiges Praktikum verbringen. Für uns war es ungewohnt, in einer bergigen Landschaft Fahrrad zufahren. Als wir beim Varusschlacht-Museum ankamen, wurden wir herzlich in Empfang genommen und zu der archäologischen Grabungsstelle geführt. Während des kurzen Fußmarsches in den Park erhielten wir schon einige wichtige Informationen rund um den Park und das Museum. Im Park des Geländes wird seit fast 30 Jahren nach Beweisen der Theorie gesucht, dass an dieser Stelle die Varusschlacht von vor über 2.000 Jahren zwischen Germanen und Römern stattgefunden hat.

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Ordnung ist das halbe Leben! - Aus dem Leben einer Wissenschaftlerin

25. februari 2020 | Museumsblog | 0 comments

Wer kennt nicht das Sprichwort „Ordnung ist das halbe Leben“?

Spätestens als Teenager hat jeder von uns diesen Spruch von seinen Eltern schon einmal gehört, wenn es darum ging das Kinderzimmer aufzuräumen. Und mit Sicherheit haben die meisten von uns mit den Augen gerollt und „Ja, ja.“ geantwortet. Denn uns war klar, das ist mit Arbeit verbunden und macht keinen Spaß. Doch wenn man dann auf einmal die lange vermisste Kassette oder ein bereits vergessenes Foto wiedergefunden hat, wurde man auch an schöne Momente erinnert und obwohl man es nicht unbedingt gerne machte, bekam das Aufräumen somit einen Sinn.

Einige haben vielleicht sogar mit ihren Eltern diskutiert und erklärt, dass sie eine eigene Ordnung haben, dementsprechend immer alles finden würden und nicht aufräumen müssten, denn andern Falls würden sie selber ja nichts wiederfinden, da die Gegenstände nicht mehr an ihrem angestammten Platz zu finden seien. Wenn jedoch ein anderes Familienmitglied versucht hat im Kinderzimmer mit besagter „eigener Ordnung“ die vermisste Kassette wiederzufinden, wurde sie oder er meistens nicht fündig. Dies war in der Regel anders, wenn das Kinderzimmer aufgeräumt war.

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Tour de Germania - Unterwegs im Namen der Forschung

09. februari 2020 | Museumsblog | 0 comments

Tour de Germania - Unterwegs im Namen der Forschung

Volle Konzentration bei der Arbeit

Tour de Germania - Unterwegs im Namen der Forschung

Die Tour ist beendet! Alle Proben sind genommen! Seit letzten Sommer waren wir in mehreren Etappen unterwegs, um Proben für unser Forschungsprojekt zu nehmen. Zur Erinnerung: Dank der VolkswagenStiftung haben wir die Möglichkeit, eine verrückt anmutende Idee zu verfolgen, nämlich dass sich die einzelnen römischen Legionen anhand von Spurenelementen in Militaria eindeutig identifizieren lassen. In früheren Blog-Beiträgen haben wir bereits darüber berichtet. Es gibt Hinweise aus einer englischen Studie, dass sich in lokal produzierten Buntmetallen – also Kupfer und Kupferlegierungen – spezifische Konzentrationen bestimmter Spurenelemente herausbilden. Wenn sich dies bestätigen sollte, hätten wir den Schlüssel zur Beantwortung zahlreicher Fragen – etwa welche Legionen an welchen Orten waren oder welche Legionen in Kalkriese eine schwere Niederlage erlitten hatten. Wir dürfen also gespannt sein.

Schon in den Jahren 2018 und 2019 hatten wir die Funde aus Kalkriese beprobt; insgesamt 360. Damit liegt die bislang größte Probensammlung von einem Fundort vor. Die Auswertungen im Labor verzögerten sich jedoch aufgrund der heißen Sommer der letzten Jahre. Der Klimawandel wirkt sich auch auf die archäologische Forschung aus. Die Hitzewellen der letzten Jahre haben die Klimaanlagen an ihr Limit gebracht – und darüber hinaus. Leider musste die Laborarbeit deswegen für mehrere Wochen gestoppt werden, da die Hochleistungsapparaturen wie Massenspektrometer eine konstante Raumtemperatur von ca. 19° C benötigen, um fehlerfrei zu arbeiten. Deshalb lief alles auf Sparflamme und die ersten Ergebnisse ließen auf sich warten. Die waren heiß ersehnt, da wir auf dieser Grundlage, die Objekte zur Beprobung anderer Fundorte aussuchen wollten. Im Spätsommer 2019 konnten wir uns endlich auf den Weg machen.

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Geschichte in Miniaturen - hinter den Kulissen von "Roms Legionen"

25. oktober 2019 | Museumsblog | 0 comments

Daniela und Patrick Ulrich sind ein Modellbau-Ehepaar mit sehr viel Engagement! Sie sind Gründungsmitglieder des Vereins „Geschichte in Miniaturen e.V.“, der sich auf die Herstellung historischer Dioramen spezialisiert hat. Gemeinsam stellen sie die Modelle u.a. für ein eigenes Museum her und haben einen Großteil der Dioramen gebaut, die in der Ausstellung „Roms Legionen“ gezeigt werden. Patrick Ulrich erzählt uns in seinem Beitrag aus dem spannenden Leben eines Modellbauers:

„Schon als Kind konnte ich mich für Geschichte und für Spielzeugfiguren begeistern. Dieses Interesse an Geschichte hat mich dann mein Leben lang begleitet. Unzählige Besuche von Museen und historischen Schlachtfeldern der Weltgeschichte, zuerst mit meinem Vater und im späteren Leben mit meiner Ehefrau, prägten mein Geschichtsverständnis.

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Die Entstehung der Ausstellung "Roms Legionen" - Mules of Marius

17. september 2019 | Museumsblog | 0 comments

Wie Thomas Kurtz zu den Diorama kam...

Wie Thomas Kurtz zu den Dioramen kam...

Heute möchten wir Thomas Kurtz vorstellen. Er arbeitet als Vermögensverwalter, in München und New York, hat zwei Kinder, eine Frau und ein ungewöhnliches Hobby: Die Produktion und Leihe von Römerausstellungen.
Dieses Hobby begann zufällig... aber das sollten wir Herrn Kurtz lieber selbst schildern lassen:

"Mein Sohn, heute 21 Jahre alt, hielt in der 6. Klasse ein Referat über Alexander den Großen. Er klebte dazu 30 Plastikfiguren auf ein kleines Brett und hatte beim Vortrag noch 6 Meter lange Schnur in der Tasche, um die Länge einer makedonischen Lanze vorzuführen. Die Schüler waren begeistert. Und der Lehrer stellte die Figuren und die aufgespannte Schnur in der Schulvitrine aus. Mich hat die langweilige Darstellung von Geschichte in der Schule schon immer geärgert;  deshalb war ich fasziniert davon, wie wenig Mittel man doch braucht, um Schüler und Lehrer vom Stuhl zu reißen. Das war der Beginn der Idee einer kleinen Wanderausstellung für Schulen, die nicht nur Schüler sondern auch Lehrer animieren sollte. Ich entschied mich für das Thema Römer wegen des lokalen Bezugs und der frühen Behandlung im Lehrplan.

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