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Nelly - der Museumshund

21. augustus 2019 | Museumsblog | 0 comments

Nelly - der Museumshund

Mein Name ist Henny Pfeffer, und ich arbeite als Gästeführerin (u. a.) im Museum und Park Kalkriese. Und ich habe einen Hund. Nelly ist eine Airedale-Terrier-Hündin, jetzt im August 2019 ist sie acht Monate alt und … der Museumshund.

Als Mitte Februar unsere Hündin Liese starb, war meinem Mann und mir sehr schnell klar, dass wir wieder einen Hund haben wollten. Uns fehlte Liese schrecklich, aber wir vermissten auch die Spaziergänge und den vom Hund getakteten Tagesablauf. Es war so furchtbar still geworden im Haus. Schnell fanden wir über das Internet Kontakt zu einer guten Züchterin, die Airedale-Welpen im passenden Alter hatte. Wir fuhren also nach Hamm/Westfalen und kamen mit der süßen, 12 Wochen alten Nelly wieder nach Hause.

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Ein Blick in den Buchungsservice

24. mei 2019 | Museumsblog | 0 comments

Vor der Führung kommen wir ins Spiel

Blick ins Büro des Buchungsservice

Vor der Führung kommen wir ins Spiel

Wenn kurz vor den Sommerferien die Schulklassen in Scharen unser Museum besuchen, die Schülerinnen und Schüler bei schönem Wetter die Hintergründe der Varusschlacht erfahren und im Rahmen der museumspädagogischen Programme auch selbst Teil davon werden, kommen auch wir „hinter den Kulissen“ ins Schwitzen.

Am Vormittag tummeln sich gern mal an die 300 Schüler bei uns im Museum und auf dem Gelände und das erfordert wiederum eine gute Planung und Koordinierung durch den Buchungsservice vorab.

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Die Römer kommen (zurück)!

14. april 2019 | Museumsblog | 0 comments

Die Römer kommen (zurück)!

Illustration: Graham Sumner, Copyright Mules of Marius

Aufmarsch der Legionen – Aufbau der Sonderausstellung

Endlich war es soweit – am 30.03.2019 wurde unsere neue Sonderausstellung „Roms Legionen“ eröffnet! In der Ausstellung gibt es viel zu entdecken: Vitrinen mit Repliken zum Anfassen, Mitmachstationen, lebensgroße Illustrationen römischer Legionäre und schließlich einige Zinnfiguren-Modelle. Rechnet man allein ihre Grundfläche zusammen, sind es ungefähr 20 qm mit 10.000 römischen Legionären in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Wenn man in der fertigen Ausstellung steht, ahnt man kaum, was alles zu der Planung einer Ausstellung und ihrem Aufbau dazugehört. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einen Blick hinter die Kulissen werfen!

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Laetitia, die Fröhliche!?

08. maart 2019 | Museumsblog | 2 comments

Hallo, ich bin die Neue! Oder eigentlich auch nicht. Ich bin nämlich schon lange hier - sehr lange, viel länger als das Museum. Mein Name ist Laetitia und ich geistere seit über 2000 Jahren an diesem Ort umher. Ich war Händlerin im Tross des Varus, als es hier in Kalkriese zur Katastrophe kam. Leider habe auch ich die Angriffe der Germanen nicht überlebt und da der Fährmann mich nicht mit ins Totenreich genommen hat, kehrte ich als Geist zurück an diesen Ort.

Bis zum letzten Herbst wusste niemand von mir, aber nachdem mich ein paar Besucher zufällig aufgespürt hatten, konnte ich feststellen, wie nett und freundlich die Leute heutzutage im Barbaricum sind! Seitdem freue ich mich darüber, wenn ich mal wieder nicht vorsichtig genug war und mir plötzlich Leute gegenüberstehen, die von mir etwas zu den Geschehnissen von damals erfahren möchten.

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Sondengänger im Osnabrücker Land

21. december 2018 | Museumsblog | 1 comments

Als Sondengänger im Osnabrücker Land

Als Sondengänger im Osnabrücker Land

Ein Kindheitstraum, an den ich mich noch lebhaft erinnere, war die Werbung auf den Rückseiten der Fernsehzeitschrift. Dort wurde ein Gerät zum Auffinden verlorener Münzen und Schmuck am Strand vorgestellt - dieses Gerät wollte ich unbedingt haben! Allerdings redeten meine Eltern mir diese Flause schnell wieder aus. Ganz losgelassen hat mich das Thema jedoch nie, wozu auch unsere Abenteuerausflüge auf ein Spülfeld am Jadebusen beitrugen, auf denen wir mit unseren Eltern Bernsteine suchten ...und auch reichlich fanden.

Jahre später, Anfang des Jahres 1999, bekam ich einen Anruf von meinem Bruder: "Ich habe mir einen Metalldetektor gekauft." Er nahm mich ein paar Mal mit auf seine Touren und ich infizierte mich schnell mit dem Suchfieber.

Im Herbst 1999 kaufte ich dann meinen ersten eigenen Metalldetektor. Beim ersten Suchgang zusammen mit meinem Bruder, der schon eine Woche auf einem als Bauland ausgeschriebenen Felder-Komplex,  suchte und sehr stolz auf seine erste ältere gefundene Münze war, fand ich insgesamt vier ältere Münzen! Nicht schlecht für den Anfang.

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Kämpfen wie die Germanen

05. oktober 2018 | Museumsblog | 0 comments

Kämpfen wie die Germanen

Schwerter und Schilde faszinierten mich schon als Kind und nachdem ich beim Linealfechten in der Grundschule einfach zu viele Lineale zerbrochen hatte, baute mir mein Vater mein erstes Holzschwert. Im Studium kam ich dann über meinen Mitbewohner zum Wikingerreenactment und darüber zum Reenactmentfechten und inzwischen betreibe ich seit zehn Jahren historisches Fechten. Außerdem begann ich, mich auch wissenschaftlich mit Schwertern und Schilden zu beschäftigen. Mit ihrer Herstellungstechnik und, gemeinsam mit meinem langjährigen Freund und Fechttrainer Roland Warzecha, auch mit ihrer Verwendung. Dabei habe ich einiges gelernt, vor allem, dass historische Kampfkunst nicht so funktioniert wie in Hollywoodfilmen.

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Fifty shades of brown

18. juni 2018 | Museumsblog | 0 comments

Fifty shades of brown

Das Arbeitsleben eines Restaurators ist sehr facettenreich und die durchzuführenden Tätigkeiten sehr abwechslungsreich. (Nein, ich möchte wirklich keinen anderen Beruf haben.)

Ich möchte nun einen Einblick in einen Arbeitsbereich geben, der mit Farben zu tun hat aber nicht sehr farbenfroh ist. Ich wurde mit einer sehr interessanten Aufgabe für unsere neue Sonderausstellung „GÖTTER GLAUBEN und GERMANEN“ betraut, oder eher gesagt habe ich sie an mich gerissen mit den Worten: „Das kriege ich hin, das sieht danach viel besser aus!“. Ein Exponat, so nennen wir die in einer Ausstellung gezeigten Objekte, der neuen Sonderausstellung ist eine Abformung der „Männer von Hunteburg“.

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Mein Praktikum zwischen Münzen und Vitrinen

07. juni 2018 | Museumsblog | 0 comments

Mein Praktikum zwischen Münzen und Vitrinen

Mein Praktikum zwischen Münzen und Vitrinen

Was sind die Aufgaben eines Restaurators archäologischen Kulturguts und wie werden die unterschiedlichen Fundstücke vor dem Zerfall bewahrt und so aufgearbeitet, dass die frühere Funktion oder der originale Zustand wieder sichtbar werden? Welche Vorgänge durchläuft ein Fundstück, bis es präsentabel in der Vitrine einer Ausstellung liegt?

Mit vielen Fragen im Gepäck begann ich mein Praktikum Anfang November 2017. Die Grabungen des Jahres waren abgeschlossen und mein künftiger Arbeitsplatz für die folgenden vier Monate in der Restaurierungswerkstatt war voll mit Funden in Fundtüten. Die erste Aufgabe, die ich hatte, bestand darin, den Funden den richtigen Fundzettel zuzuordnen und sie nach Gemeinde, Gemarkung, Fundstelle, Schnitt und Fundnummer zu sortieren. Schon bei dieser Aufgabe erhielt ich einen Überblick über die ausgegrabenen Stücke, die im Jahr 2017 neu ans Licht kamen: Darunter viele einzelne Sandalennägel, die mal mehr, mal weniger gut zu erkennen waren. Einige der 200 Silbermünzen, die Anfang des Jahres gefunden wurden, befanden sich auf dem gegenüberliegenden Tisch von Frau Matz, bereit für die Restaurierung. In der darauffolgenden Woche legte ich einen eingegipsten Fund vorsichtig mit einem weichen Pinsel frei. Es handelte sich um einen stark korrodierten Eisenring. Frau Matz erzählte mir, dass sie des Öfteren zur Ausgrabungsstelle gerufen wird, um sich einen Überblick von der Situation zu verschaffen. Durch ihre Fachkompetenz kann sie dann vor Ort beurteilen, wie das Fundstück am besten geborgen werden soll. Funde, die zu fragil sind, um sie schon bei der Ausgrabung freizulegen, werden großzügig eingegipst und dann in die Restaurierungswerkstatt gebracht.

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Fundpatentreffen 2018

30. mei 2018 | Museumsblog | 0 comments

Fundpatentreffen 2018 – Ein Bericht von Klaus-Jürgen Gran

Fundpatentreffen 2018 – Ein Bericht von Klaus-Jürgen Gran

Als ich am Mittwoch, dem 16. Mai 2018, in Osnabrück in mein Auto steige, um nach Kalkriese zu fahren, ist sie sofort wieder da, diese Spannung! Was werden die neuen Grabungen der Archäologen auf dem Gelände des Parks bisher ergeben haben? Neue Funde, neue Theorien, neue Vermutungen über den hiesigen Ablauf der Geschehnisse vor gut 2000 Jahren? Von Beginn an habe ich die sensationellen Ergebnisse der Ausgrabungen und deren Deutung rund um die Varusschlacht mit Interesse und wachsender Begeisterung verfolgt. Schon im Geschichtsunterricht (bis zum Abitur 1964) hatte das Aufeinandertreffen von Römern und Germanen mich besonders interessiert. Und als langjähriger hoher Reserveoffizier der Infanterie im Deutschen Heer vermochte ich das strategische und taktische Denken und Handeln des Arminius und die daraus resultierende Niederlage der römischen Legionen natürlich auch unter militärisch-fachlicher Sicht zu beurteilen.

Keine Frage also, dass ich schon 2014 der Anregung der „Varusschlacht im Osnabrücker Land“ folgte, eine
Fundpatenschaft zu übernehmen – und auf Dauer beizubehalten. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass die Fundpatenschaft für beide Seiten ein Win-win-Situation ergibt. Die Varusschlacht gGmbH generiert zusätzliche Finanzmittel, die ihr zugute kommen. Die Fundpaten genießen den Vorzug, stets über den Fortgang und die Ergebnisse der aktuellen Grabungen auf dem Laufenden gehalten zu werden. So auch in diesem Frühjahr! Gegen 16:00 Uhr haben sich etwa ein Dutzend Fundpaten in Kalkriese eingefunden. Sofort geht es zur aktuellen Grabung, die in diesem Jahr eine vergleichsweise riesige Fläche umfasst. Und schon erklärt Grabungstechniker Marc Rappe, dass man bereits auf eine Vielzahl von Fundstücken gestoßen ist, die es freizulegen, zu bergen und auszuwerten gilt. Die meisten Fundstücke im unteren Grabungsbereich sind – keineswegs überraschend – römischer Ausrüstung und Waffen zuzuordnen. Damit bekommen alle Beteiligten – Grabungsleitung, Restauratoren, aber auch die Wissenschaftler der beteiligten Disziplinen – reichlich zu tun. Dabei sind die Grabungsergebnisse des Vorjahres noch nicht einmal, abschießend ausgewertet.

Verdichtet sich die Vermutung eines römischen Marschlagers? Gerät die Version vom „Hinterhalt am Germanenwall“ weiter ins Wanken? Alle vor Ort, Fachleute und Fundpaten, sind sich einig: es bleibt weiterhin spannend! Und es gibt in Kalkriese auf unabsehbare Zeit und viel zu tun und manches Rätsel zu lösen. Nach der Stippvisite bei der aktuellen Grabung führt uns Museumsleiterin Frau Dr. Heidrun Derks durch die vor Kurzem eröffnete neue Sonderausstellung „Götter, Glaube und Germanen“. Ihre profunden Eräuterungen ergänzen die Ausstellung und lassen viele Zusammenhänge deutlicher werden, als wenn man die Ausstellungsstücke ohne Fachkommentar betrachtet. Beim abschließenden Grillimbiss und den begleitenden Gesprächen wird wieder einmal deutlich, mit welcher Begeisterung alle Mitarbeiter der Varusschlacht im Osnabrücker Land in ihren Aufgaben aufgehen. Das ist schon ein großartiges Team!
Nach rund drei Stunden fahre ich wieder in der Überzeugung nach Hause zurück, dass wir Fundpaten ein „absolutes Highlight“ des Osnabrücker Landes unterstützen.

Von Klaus-Jürgen Gran. Notar a.D. und Oberst der Reserve

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