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Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2019

28. juni 2020 | Museumsblog | 0 comments

Katrin Kiesewetter ist Schülerin der neunten Klasse am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn und hat im letzten Jahr am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Sie drehte ihr Video hierzu im Museum und Park Kalkriese - zum Thema Schleuderbleie. Nachdem beide Teile des Wettbewerbs ausgewertet wurden, steht fest, dass Katrin zu den Preisträgern des Landes Nordrhein-Westfalen gehört und für den Regierungsbezirk Köln einen zweiten Preis gewonnen hat! Dazu gratulieren wir ganz herzlich. 

Im Blogbeitrag schildert sie ihre Teilnahme an dem Wettbewerb und wie sie zu dem außergewöhnlichen Thema kam:

"Was ist der Bundeswettbewerb Fremdsprachen?

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist ein Wettbewerb, bei dem Personen von der achten Klasse  bis zur Berufsausbildung teilnehmen können und in verschiedenen sowohl modernen als auch alten Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Dänisch, Italienisch, Latein, Russisch, Spanisch, Altgriechisch) ihre Fähigkeiten im Umgang mit der jeweiligen Sprache unter Beweis stellen. Die Schüler, die in der Kategorie SOLO mitmachen, müssen eine Klausur bestehend aus vier verschiedenen Anforderungsbereichen schreiben und ein Video in der Fremdsprache ihrer Wahl erstellen. 

Die verschiedenen Aufgaben in der schriftlichen Prüfung sind freies Schreiben, Hör-(Seh-)verstehen, Leseverstehen und Lückentexte vervollständigen. Das Thema des Wettbewerbs wechselt jährlich, ist für jede Sprache verschieden und wird im Voraus bekanntgegeben. Das Thema der Videoaufgabe für dieses Jahr war „Die unnötigste oder die am meisten unterschätzte Erfindung“. Jede Person, die sich dieses Jahr entschieden hatte, teilzunehmen, musste also in etwa zwei Minuten eine Erfindung präsentieren und begründen, warum diese den oben genannten Titel am meisten verdient hatte.

In diesem Schuljahr habe ich am Wettbewerb Solo in Französisch teilgenommen.

Warum habe ich mich entschieden, mein Video in Kalkriese zu drehen?

Als mir das Thema der Videoaufgabe gesehen hatte, war ich zunächst erst einmal überrascht. Man hatte mir zugetragen, dass sich das Thema der Videoaufgabe nicht ändern würde und ich daher wie schon im Vorjahr über eine bekannte Persönlichkeit meiner Wahl hätte sprechen müssen. Die nächsten Tage habe ich mir erstmal Kriterien gesetzt, die mein Videothema erfüllen sollte:

1. Seltenheit: Im letzten Jahr habe ich Lob dafür bekommen, dass die Person meiner Wahl von nicht einer anderen Person gewählt worden war, daher war das Ziel klar; ich wollte mit meinem Thema herausstechen um möglichst gut im Gedächtnis der Prüfer zu bleiben.

2. Interesse: Ein weiterer wichtiger Teil, der in die Bewertung miteinbezogen wurde, war dass der Prüfling ein persönliches Interesse/ eine persönliche Verbindung zu seinem Thema hatte und diese auch erläutern konnte.

Nachdem ich nun meine ganzen Herbstferien durch sämtliche praktischen Haushaltsgeräte vom Kopfkissen bis zum Mixer durchgegangen war, fiel mir auf, dass ich an keinem dieser Themen ein sonderliches Interesse hatte und damit direkt gegen einen meiner zwei Vorsätze verstoßen hatte. Während ich also überlegte, wanderten meine Gedanken zurück zu einer Zeit, an die ich oft zurückdenke: Mein einwöchiges Grabungspraktikum auf dem Oberesch in Kalkriese. Ein Thema, das mit der Varusschlacht zu tun hat, erfüllt beide meine Kriterien und ich habe auch sehr viel Spaß an der Vorbereitung gehabt. Ich konzentrierte mich also auf Erfindungen, die bei der Varusschlacht relevant waren. Jetzt gab es nur noch ein Problem: Die meisten Erfindungen der Römer waren nicht unnötig, viele davon verwenden wir noch heute (wenn auch in abgewandelter Form, als Beispiel kann man hier Aquädukte anführen, die das Vorbild für unser Kanalisationssystem darstellen). Also musste ich mir einen Gegenstand heraussuchen, der unterschätzt war. Auch dies war gar nicht so einfach, aber nach einigem Überlegen bin ich hier zum Ziel gekommen. Schleuderbleie waren das Thema meiner Wahl und ich hatte am 29. Dezember 2019 die Möglichkeit, mein Video vor dem Museumsturm in Kalkriese zu drehen. Fast ein halbes Jahr später bin ich noch immer sehr dankbar dafür, denn das Video hatte einen maßgeblichen Anteil an dem Preis, den ich auf Landesebene gewonnen habe."

Und hier geht es zum Video!

von Katrin Kiesewetter

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