Font size

Museumsblog

Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2019

28. June 2020 | Museumsblog | 0 comments

Katrin Kiesewetter ist Schülerin der neunten Klasse am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn und hat im letzten Jahr am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Sie drehte ihr Video hierzu im Museum und Park Kalkriese - zum Thema Schleuderbleie. Nachdem beide Teile des Wettbewerbs ausgewertet wurden, steht fest, dass Katrin zu den Preisträgern des Landes Nordrhein-Westfalen gehört und für den Regierungsbezirk Köln einen zweiten Preis gewonnen hat! Dazu gratulieren wir ganz herzlich. 

Im Blogbeitrag schildert sie ihre Teilnahme an dem Wettbewerb und wie sie zu dem außergewöhnlichen Thema kam:

"Was ist der Bundeswettbewerb Fremdsprachen?

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist ein Wettbewerb, bei dem Personen von der achten Klasse  bis zur Berufsausbildung teilnehmen können und in verschiedenen sowohl modernen als auch alten Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Dänisch, Italienisch, Latein, Russisch, Spanisch, Altgriechisch) ihre Fähigkeiten im Umgang mit der jeweiligen Sprache unter Beweis stellen. Die Schüler, die in der Kategorie SOLO mitmachen, müssen eine Klausur bestehend aus vier verschiedenen Anforderungsbereichen schreiben und ein Video in der Fremdsprache ihrer Wahl erstellen. 

Details

Archäologie - Eine Wissenschaft mit hundert Gesichtern

15. June 2020 | Museumsblog | 0 comments

Michael Drechsler bei der Arbeit

Wer das Wort „Archäologie“ hört hat meistens sofort ein bestimmtes Bild dazu im Kopf: Ein ganzes Team von Leuten in Arbeitsmonturen, die unter sonnigem Himmel in großen Löchern im Boden hocken und mit kleinen Werkzeugen nach wertvollen Objekten graben.
Dieses Bild vom „Schatzgräber“ ist zwar überhaupt nicht falsch – es ist aber nur ein ganz, ganz kleiner Teil von dem, was Archäologie wirklich ausmacht. Denn immerhin handelt es sich um eine der komplexesten Wissenschaft überhaupt!
Die Archäologie erforscht die Vergangenheit des Menschen. Da der Mensch schon vor Millionen Jahren entstanden ist und die Archäologische Wissenschaft nun einmal die ganze Vergangenheit der Menschheit erforscht, schließt sie auch diesen sehr weit zurückliegenden Teil der Vergangenheit ein.

Details

Berufsfeld Römische Legion

02. June 2020 | Museumsblog | 0 comments

Ein Beruf, der bis heute Groß und Klein fasziniert, ist der des römischen Legionärs. Die Frage nach der Motivation, sich gerade dieser Ausbildung zu widmen, stellt heute Bianka Grauert, Gästeführerin in Museum und Park Kalkriese:

"Wenn man mit einer Schulklasse auf den Spuren der Römer und Germanen im Gelände unterwegs ist, an der Wallanlage steht und bespricht, wie die Konfrontation zwischen Römer und Germanen vor 2000 Jahren ausgesehen haben könnte, kommt häufig die Frage von den Schülern: warum haben die Römer überhaupt gekämpft, warum sind sie nicht einfach abgehauen und verschwunden, oder haben sich geweigert in den Tod zu gehen?
Weshalb haben sie die Befehle ihrer Offiziere befolgt?
Ganz sicher haben sie doch gemerkt, dass die Lage aussichtslos war?

Details

Römische Gaumenfreude IV

27. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Hallo, Ich bin es wieder. Claudia, die Gästeführerin aus der römischen antiken Versuchsküche.

Die Grillsaison ist ja in vollem Gange und passend dazu habe ich heute zwei schnelle Rezepte, die die ersten lauen Abende im heimischen Garten kulinarisch verschönern!

Moretum ist eine würzige Kräuterpaste aus frischem Schafskäse nach einem überlieferten Rezept aus der antiken römischen Küche. Die Frischkäsezubereitung ist verfeinert mit Olivenöl, Salz, feingehacktem Knoblauch (Allium), Selleriegrün (Apium), Koriander, Dill, Schnittlauch, gemahlenem weißem Pfeffer und Bienenhonig. Es ist natürlich möglich, Kräuter nach Belieben hinzuzufügen, ganz nach dem eigenen Geschmack.


Details

Berufsfeld Restaurierung

22. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Christiane Matz, Restauratorin Museum und Park Kalkriese

Vielen fällt die Berufswahl nach dem Schulabschluss nicht einfach. So auch unserer Restauratorin Christiane Matz. Wie dann doch noch alles gut wurde, berichtet sie in ihrem Beitrag:

"Da stand sie, die Frage, schwarz auf weiß. „Warum wollen Sie Restauratorin / Restaurator werden?“

Ich saß im Aufnahmetest für das Studium und hatte mich bereits durch viele Fragen zu den Themenbereichen Archäologie, Technikgeschichte, Kunstgeschichte und Naturwissenschaften gearbeitet. Gezeichnet, aus Papier ein Tier gebaut und einen Tennisball bruchsicher verpackt. Jetzt bloß keine lapidare Antwort abgeben, dachte ich mir.

Warum sucht man sich einen bestimmten Beruf aus? Warum wollte ich Restauratorin werden? Die Schulzeit ging zu Ende, und lange schon trieb mich die Frage um, wie es weitergehen sollte. Eines wusste ich mit Gewissheit, was ich nicht werden wollte: Bankkauffrau. Ich wollte mit meinen Händen arbeiten. Aber nach Ferienjobs im Metallbau und in einer Möbelfabrik wusste ich auch, dass mir das alleine nicht reicht. Mir fehlte es an Begeisterung für das, was man dort tut. Wenn man einen Beruf ergreift, verbringt man eine sehr große Zeit seines Lebens mit dieser Tätigkeit, da sollte er mir schon Freude machen. 

Details

Berufsfeld Archäologie

20. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Wie wird man ArchäologIn?

Grabung im Museum und Park Kalkriese, 2018

Wie wird man eigentlich Archäologe, welche verschiedenen Fachrichtungen gibt es und wie sieht der Alltag eines Archäologen aus? All das beschreibt Michael Drechsler, Gästeführer in Museum und Park Kalkriese und selbst Archäologe, in seinem heutigen Blogbeitrag:

„Ich bin Archäologe.“

Wenn ich diese Antwort auf die entsprechende Frage beim Zahnarzt oder Friseur sage, dann kann ich ziemlich sicher mit einer bestimmten Reaktion rechnen: Die meisten Leute sind erfreut und erstaunt. Sie sagen dann Sätze wie „Das ist bestimmt sehr spannend“ oder „Dafür habe ich mich auch mal interessiert“. Fast immer folgen sofort Kommentare wie „Ich habe mich dann aber für was Richtiges entschieden“ oder „Und was macht man dann damit?“

Tja, was macht man damit… Für die meisten Leute ist Archäologie etwas nicht Alltägliches sondern etwas Besonderes. Gleichzeitig fällt es schwer sich vorzustellen, wie man davon leben kann. Wer bezahlt einen Archäologen überhaupt für seine Forschungen? Im Grundsatz sind diese Dinge zwar einfach zu benennen – in der Praxis verbirgt sich der Teufel allerdings im Detail.

Details

Ein Blick hinter die Kulissen - Ausstellungsaufbau

15. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Restauratorin Christiane Matz gibt Einblicke in den Leihverkehr

"Das Aufgabenfeld eines Restaurators ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ein Bereich, der mir sehr gut gefällt und Freude bereitet, ist der Leihverkehr.

Betrachtet man die ganze Angelegenheit aus konservatorischer Sicht, dürfte das nicht so sein. Denn Leihverkehr bedeutet, dass Objekte auf Reisen gehen. Und jede Bewegung stellt eine potentielle Gefahr für sie dar. Sie werden aus den Vitrinen oder dem Magazin geholt, verpackt, transportiert, ausgepackt, ausgestellt, wieder eingepackt, transportiert und wieder ausgepackt. Die Objekte können einen Klimaschock bekommen, durch Erschütterungen beim Transport zerbrechen oder schlimmstenfalls beim Handling beschädigt werden. Manches erkennt man sofort, andere Veränderungen treten erst nach einem gewissen Zeitraum auf. Es gibt Ausstellungstücke, die weniger empfindlich sind, und solche, die man aufgrund ihres Zustandes gar nicht ausleiht.

Die Anzahl der Sonderausstellungen ist nicht gering. So meldete der Deutsche Museumsbund für 2017 8.765 Sonderausstellungen. Viele Museen bieten in Ergänzung zu ihren Dauerausstellungen auch immer mehr Sonderausstellungen an. So zeigen wir seit 2009 (Errichtung des neuen Besucherzentrums mit Sonderausstellungsfläche) pro Jahr eine Sonderausstellung. Und seit 2013 touren wir mit der von uns konzipierten Wanderausstellung BODENSCHÄTZE durch Deutschland. 

Details

Römische Gaumenfreude III

12. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Hallo, ich bin es wieder: Claudia, die Gästeführerin.
Kochen wie die alten Römer! Schmeckt das denn? Ich habe es ausprobiert und finde schon.

Historische Texte geben eine Antwort darüber, was die Römer an Obst- und Gemüsesorten angebaut haben. Die Texte stammen von den antiken Autoren Vergilius, Cato, Columella, Pliniusmaior und Marcus Gravius Apicius, von dem auch ein Kochbuch überliefert ist. Damals gab es noch keine Pasta, Pizza, Tomaten, Kartoffeln und Zucker, aber man verfeinerte die Speisen mit Honig, verschiedenen Kräuter und Gewürzen.

Ein Gewürz stelle ich kurz vor, denn es kam und kommt in fast jedes Rezept: Liquamen.
Das ist eine Fischsauce, die zum Würzen in der römischen antiken Küche benutzt wurde. In großen Becken wurden Fische einschließlich Eingeweiden mit Salz vermischt und mehrere Wochen der Sonne ausgesetzt. Dabei wurde das Fischeiweiß durch Enzyme abgebaut. Dann wurde es ausgepresst, mehrmals gefiltert und ergab eine Flüssigkeit. Die Herstellung war sehr geruchsintensiv, weswegen die Produktionsstätten außerhalb der Ortschaften lagen.

Ich verwende eine asiatische Fisch- und Austernsauce, die es in einem gut sortierten Supermarkt gibt.

Details

Römische Gaumenfreude II

06. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Hallo, ich bin es wieder: Claudia, die Gästeführerin.
Es gibt wieder ein neues Rezept, aber vorher erzähle ich etwas über meinen Namen.

Wie schon im ersten Blog erwähnt, ist der Name Claudia schon sehr, sehr alt. Die erste Frau von Oktavian, dem späteren Kaiser Augustus, trug diesen Namen. Als er sie zur Frau nahm, war sie gerade erst 12 Jahre alt, aber somit im heiratsfähigen Alter. Relativ schnell verließ er sie wieder und da soll sie noch jungfräulich gewesen sein. Darüber hinaus ist nichts mehr über sie bekannt. Ja, so war das im antiken Rom, aber nun zum Rezept:

Aliter Patina De Asparagis (Spargelauflauf) - Zutaten für 2 Personen
•    500 g Spargel
•    Frische Kräuter (Liebstöckel, Koriander und Bohnenkraut)
•    ½ Zwiebel, Salz und Pfeffer
•    ½ - 1,5 Tl. Liquamen (asiatische Austern/Fischsauce, lieber sparsam dosieren)
•    Olivenöl

Den Spargel schälen, in 5 cm Stücke schneiden und in Salzwasser weich dünsten.
In der Zwischenzeit Zwiebel und Kräuter hacken, Eier verquirlen und mit der Zwiebel, Kräutern, Salz, Pfeffer und Fischsauce verrühren. Den Spargel abgießen (Tipp: den Fond auffangen und eine Spargelsuppe daraus kochen), alles vermengen und in eine mit Olivenöl gefettete Form geben und bei 200 Grad ca. 30 Min überbacken lassen.

Details

Römische Gaumenfreude I

06. May 2020 | Museumsblog | 0 comments

Mein Name ist Claudia Langer-Huge und in Kalkriese bin ich als Gästeführerin unterwegs. Den Gästen und MuseumsbesucherInnen, die eine Führung mit mir begleiten, kennen mich oftmals nur als Claudia. So kommt die passende Stimmung auf, denn der Vorname ist ja tatsächlich römisch und war im Altertum zudem sehr beliebt.
Als gelernte Hotelfachfrau liegt mir das Essen sehr am Herzen, weswegen ich in der Corona Zeit ein paar Rezepte aus der römischen Antike ausprobierte. Ich nasche sehr gerne und aus diesem Grund beginne ich mit dem Rezept für eine römische Nachspeise:

Globuli (Quark/Mohnbällchen) - kleine Portion, ca. 15 Stück
•    100 g Mascarpone
•    150 g Dinkel oder Weizengrieß
•    Olivenöl
•    Honig und Mohn zum Bestreuen

Details