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Die Römer

Augustus

Am 23. September 63 v. Chr. wurde Octavian als Sohn einer Nichte des römischen Kaisers Caersar geboren. Caesar förderte seinen Großneffen, ebnete ihm den Weg zu einer Beamtenkarriere und adoptierte ihn schließlich. Nach seiner Ermordung im Jahr 44 v. Chr. trat Augustus sein Erbe an, übernahm zahlreiche militärische Aufgaben und setzte sich zunehmend gegen seine Konkurrenten und Gegner auf der politischen Bühne durch.

Seit dem Jahr 27 v. Chr. bis zu seinem Tode im Jahr 14 n. Chr. war Octavian römischer Kaiser und nahm mit Antritt seiner Herrschaft den Namen Augustus an. Im Bemühen, seine Nachfolge zu sichern, adoptiert er die Söhne des Agrippa, Caius Caesar und Lucius Caesar. Beide starben allerdings kurz nacheinander Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. bei militärischen Einsätzen. Daher adoptierte er wenig später seinen Stiefsohn Tiberius. Diesem hatte er zuvor bereits – ebenfalls aus politischen Erwägungen – seine Tochter Julia zur Ehefrau gegeben.

Augustus sorgte zu Beginn seiner Laufbahn für die Konsolidierung der Provinzen im Süden und Osten. In den Jahrzehnten vor und nach der Zeitenwende erforderten dagegen die nördlichen und nordöstlichen Grenzen des Imperium Romanum seine ganze Aufmerksamkeit. Neben der Sicherung und der Befestigung der Grenzen mit Militärposten drangen seine Generäle weiter nach Norden vor; Drusus gelangte bis zur Elbe. Manche germanische Stämme wurden unterworfen, andere schlossen sich den Römern durch Bündnis an. Nach anfänglichen Erfolgen des Tiberius in Germanien kommt es im Jahr 9 n. Chr. zur Niederlage des Statthalters Publius Quintilius Varus mitsamt dreier Legionen, dreier Reitereinheiten und sechs Kohorten sowie dem zugehörigen Tross. Dieser Verlust soll Augustus schwer getroffen haben, der jährlichen Wiederkehr des verheerenden Datums gedachte er in Trauer, wie der Historiker Florus beschreibt. Er starb überraschend 14 n. Chr., noch bevor die weiteren Bemühungen des Germanicus, Germanien zu unterwerfen, als wenig erfolgverheißend eingestellt und dieser aus Germanien abberufen wurde.