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.Die Ausstellung zur Varusschlacht
Seit 2002 begleitete der Ermittler Stahnke als fiktiver Ermittler den Besucher durch die Ausstellung und ließ ihn fragend, sinnierend und spekulierend teilhaben an der Spurensuche der Varusschlacht. Doch so faszinierend eine Entdeckung auch immer sein mag, nach 20 Jahren multidisziplinärer Forschung zur Varusschlacht am Kalkrieser Berg tritt sie zwangsläufig in den Hintergrund und macht den Platz frei für neue Erkenntnisse. »2000 Jahre Varusschlacht« waren also Anlass genug, im Jahr 2009 auch die Dauerausstellung von Grund auf umzugestalten.
Zusammen mit den Kölner Architekten von hollenbeck.plato und den Grafikerinnen von resD, ebenfalls aus Köln, wurde die Ausstellung inhaltlich und gestalterisch neu konzipiert. Das einst geheimnisvoll schimmernde Labyrinth wurde abgebaut. Entstanden ist nun ein heller, übersichtlich gegliederter Rundgang. Schließlich geht es fortan nicht mehr um erwartungsvolles Suchen und überraschendes Finden, sondern ums Auswerten und Erklären – und dafür braucht man Licht und Raum.
Der neue Rundgang ist in sechs Kapitel gegliedert und beginnt mit den unterschiedlichen Lebenswelten der Römer und Germanen sowie dem Ablauf der römischen Machtpolitik in Germanien. Dank moderner Technik bietet sich Varus und Arminius erstmals die Gelegenheit zur offenen Aussprache. Ob sie sich etwas zu sagen haben? Die Schauspieler Thomas Thieme und Max Engelke haben ihnen Kopf und Stimme geliehen und präsentieren drei mögliche Gesprächsverläufe.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nun die Forschungen zum Hinterhalt der Germanen am Kalkrieser Berg. Die archäologischen Funde eröffnen detaillierte Blicke auf die römischen Truppen, ihre Ausstattung und Zusammensetzung. Moderne Technik spielt natürlich auch in der Forschung eine Rolle. An mehreren Stationen legen die beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen ihre Indizien auf den Tisch. Das Spektrum ist groß und eines ist gewiss: Forschung zur Varusschlacht ist spannend wie ein Krimi!
Die neue Dauerausstellung richtet sich bewusst an Kinder und Jugendliche. Anschauliche Modelle, überraschende Effekte, neue Medien, detailreiche Illustrationen, Schubladen zum Stöbern und selber Forschen sollen neugierig machen und so Interesse für Geschichte und Wissenschaft wecken. Wer es weniger verspielt mag, dem bieten Materialbücher ausreichend Stoff zum Nachlesen und Entdecken, und während man sich in aller Ruhe von namhaften Sprechern die antiken Texte vorlesen lässt, kann der Blick ungehindert durch die Ausstellung in die Landschaft schweifen. So bietet die neue Ausstellung Besuchern jeden Alters einen individuellen Zugang zur Geschichte.
Die Neugestaltung der Dauerausstellung wurde ermöglicht durch die Förderung von:
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Zu der Ausstellung ist im Verlag Philipp von Zabern ein Ausstellungskatalog erschienen: Neues und Wissenswertes zur Varusschlacht in einem Band auf 256 Seiten mit 176 Farbabbildungen. Erscheinungsdatum: Ende März 2009. www.zabern.de







