Die Superhelden der Antike: Gladiatoren -

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»GLADIATOREN – Tod und Triumph im Colosseum«

Sonderausstellung ab Juni 2013 in Museum und Park Kalkriese

 

Vom 8. Juni bis 13. Oktober 2013 präsentierte die Varusschlacht im Osnabrücker Land die Sonderausstellung »Gladiatoren – Tod und Triumph im Colosseum«. Auf der 500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche beleuchtete die hochkarätige Schau vor einer eindrucksvollen Kulisse schlaglichtartig den Alltag und die Kampfkultur im Colosseum in Rom. Anhand von Exponaten, erstmals außerhalb Italiens zu sehen, und Infostationen entstand ein lebendiges Bild vom Mythos und der Lebenswirklichkeit der prunkvollen Kämpfer.

 

  Titel_gladiatoren_2013 Die Sonderausstellung in Museum und Park Kalkriese ging zeitlich zurück in die Jahre 70 bis 80 n.Chr. – dem Beginn der Planungen und der ersten Aufführung im Colosseum. Zwar hatte es schon vorher Gladiatorenkämpfe gegeben, aber mit dem Colosseum wurden die blutigen Turniere und Duelle Kult, und Ausdruck der Selbstinszenierung des römischen Reiches. Dem Colosseum, das bis heute als Vorbild für moderne Wettkampfstätten dient, widmete die Sonderausstellung einen eigenen Themenabschnitt. Als größtes Bauwerk seiner Zeit verlieh dieses den Gladiatorenspielen nicht nur einen architektonisch imposanten, sondern einen technisch und funktional bis ins Letzte ausgeklügelten Rahmen. Zugleich war das Colosseum ein politisches Symbol, das die hierarchische Ordnung der Gesellschaft versinnbildlichte, alle sozialen Schichten der Gesellschaft integrierte und ihnen wiederum das Gefühl vermittelte an den Entscheidungsprozessen in der Arena – der Antwort auf die Frage nach Leben oder Tod – persönlich beteiligt zu sein. Anhand von originalen Baufragmenten, die erstmals außerhalb Italiens gezeigt wurden, entstand in diesem Bereich der Ausstellung ein greifbares Bild des antiken Bauwerks.

 

Sonderausstellung Gladiatoren_Helm

Wer waren die umjubelten Berufskämpfer wirklich? Und wie sah ihr Alltag in den Gladiatorenschulen aus? Die verschiedenen Stationen zu den Lebensverhältnissen der Gladiatoren boten Antworten. Bei einem Rundgang erfuhren die Besucher, dass die Gladiatoren sich vorwiegend auf einen bestimmten Waffentyp spezialisierten und die Gladiatur einem strengen Regelwerk folgte. Die blutigen Kämpfe waren also keineswegs Zufall. Diszipliniert trainierten die Hochleistungsathleten Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit. Dabei war ein Gladiator nicht nur ein Kämpfer, er verkörperte eine Rolle. Und der Gegner stand fest: Der Retirarius, bewaffnet mit Dreizack, Netz und Dolch, kämpfte beispielsweise immer gegen den Secutor, der fechtend mit Schwert, Großschild und schwerem Helm antrat. Beeindruckende Exponate und Stationen zeigten wie Sklaven, Gefangene und von der Gesellschaft ausgestoßene zu Gladiatoren wurden – der Mythos des Superhelden, der sich als Gladiator freiwillig in die Arena stürzt, geriet ins Wanken. Die Masse der Kämpfer hatte sich dieses Schicksal nicht erwählt und überschritt ein Alter von 20 Jahren nur selten: Trotz vergleichsweise guter Ernährung und medizinischer Versorgung überlebten nur wenige die Kämpfe unbeschadet. Kaum einer gelangte zu Ruhm, Ansehen oder gar Wohlstand.

 

Die Ausstellung wurde zusammengestellt von Dr. Rosella Rea, Direktorin des Colosseums, Rom. Die Leihgaben stammten aus dem Museo Archeologico Nazionali Napoli, aus dem Museo Civico Archeologico di Bologna, aus dem Colosseo Roma, Museo Civico Archeologico di Roma. Zu den Highlights gehörten ein Helm und Beinschienen aus Neapel. Weltweit sind kaum mehr als zehn Gladiatorenhelme überliefert. Ein originaler Helm aus Neapel war ab Juni in Kalkriese zu sehen. Die gestalterische Konzeption wurde vom Museum Exhibition Network Expona in Zusammenarbeit mit Contemporanea Progetti erstellt.

 

 

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Die Ausstellung wurde gefördert von:

 

 

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Wir danken für die Unterstützung!


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