Ausgrabungen 2014 -

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Ausgrabung 2014

Bei den Ausgrabungen auf dem Oberesch in Kalkriese (heute Museumspark) wurde neben der Wallanlage und den zahlreichen römischen Militaria eine ungewöhnliche Gruppe von Befunden, die sogenannten Knochengruben, entdeckt. Bisher kamen acht derartige Gruben zutage, die immer eine Mischung von Menschen- und Tierknochen enthielten. Die Knochen mehrerer Individuen lagen völlig durcheinander; außerdem wurde deutlich, dass die Knochen, die von Männern, Maultieren und einzelnen Pferden stammen, vor der Deponierung einige Jahre auf der Oberfläche gelegen haben müssen, denn die Skelettverbände waren nicht mehr erhalten und es waren Verbissspuren durch Tiere zu beobachten. An einigen Knochen wurden zudem tödliche Verletzungen durch Schwerthiebe festgestellt. Daher ist inzwischen davon auszugehen, dass es sich bei den Knochengruben um eine Art Massengräber für in der Schlacht gefallene römische Soldaten und Tiere ihres Trosses handelt. Die Gräber waren aber offensichtlich nicht sofort nach der Schlacht angelegt worden, sondern erst einige Jahre später, und die Vermutung liegt nahe, dass wir hier Hinweise auf die Bestattungsaktion des Germanicus haben, der lt. Tacitus auf seinem Feldzug 15 n. Chr. Überreste der Gefallenen aus der Varusschlacht bestattet haben soll.

Mehrere der untersuchten Knochengruben liegen im Ostteil des Oberesches. Ein Luftfoto zeigt in diesem Areal einige größere Verfärbungen, die eventuell auf Gruben zurückzuführen sind. Um zu klären, ob es sich um weitere Knochengruben handeln kann, soll im Sommer 2014 im Bereich eines dieser Befunde eine Grabung durchgeführt werden. Der Beginn der Grabungen ist für Ende Juli geplant.





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