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.2000 Jahre Varusschlacht – ein Rückblick
Der Countdown
In Museum und Park Kalkriese wurde im Jahr 2009 das neue Besucherzentrum fertiggestellt, um dem umfänglichen Programm zu »2000 Jahre Varusschlacht« einen passenden Rahmen zu geben. Ein geräumiger Shop für die Besucherströme und eine große Ausstellungsfläche mit Platz für künftige Sonderausstellungen, Tagungen und Kongresse konnten so geschaffen werden. Neben der erfolgreichen Planung und baulichen Umsetzung des Besucherzentrums wurden überdies zwei neue Ausstellungen entwickelt. Das Konzept war das Ergebnis jahrelanger Arbeit, und von der Idee bis zur fertigen Ausstellung nahmen die Ausstellungsgestalter der neuen Dauerausstellung und Sonderausstellung KONFLIKT einige schlaflose Nächte in Kauf. Schließlich rollten in der finalen Phase vor der Eröffnung am 15. Mai 2009 täglich exklusive Exponate aus Europa in Kalkriese an.
Merkel und die Varusschlacht [DIE WELT, 28. Mai 2009]
Am 15. Mai 2009 war es endlich soweit. Die neue Dauerausstellung zur Varusschlacht und die Sonderausstellung KONFLIKT wurden in Kalkriese durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel feierlich eröffnet. Auch der seinerzeit amtierende Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans Gert Pöttering, sowie Christian Wulff, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Dr. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und viele andere hochkarätige Gäste nahmen an den Feierlichkeiten rund um die Eröffnung in Kalkriese teil. Beeindruckt zeigte sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrem Rundgang durch die neue Dauerausstellung von der Nutzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Varusschlacht und die Vergangenheit Europas.
200.000 Besucher haben 2009 Museum und Park Kalkriese besucht. Sie machen die Ausstellungen zu lebendigen Orten der Erinnerung.
Varusschlacht im Blick
»2000 Jahre Varusschlacht« und 20 Jahre multidisziplinäre Forschung auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese – Grund genug für eine neue Dauerausstellung zum Thema Varusschlacht, die in Zusammenarbeit mit hollenbeck.plato Köln konzipiert wurde. War in der vorherigen Dauerausstellung die Spurensuche bestimmend, gilt das Interesse nun einem unfassenden Überblick zu den Forschungen und Erkenntnissen zur Varusschlacht in Kalkriese. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Hinterhalt der Germanen am Kalkrieser Berg. Mit modernen Inszenierungen und überraschenden Effekten werden die Fakten wirklichkeitsnah und spannend präsentiert. Aber die wohl wichtigste Erkenntnis der neuen Dauerausstellung ist: die Forschungen rund um die Varusschlacht in Kalkriese sind noch lange nicht zu Ende …
Die Sonderausstellung KONFLIKT
Warum herrschte nach der Varusschlacht zwischen Römern und Germanen kein Frieden? Diese Frage beleuchtete die Sonderausstellung KONFLIKT in Museum und Park Kalkriese. Im Mittelpunkt standen die Ursachen und Folgen kriegerischer Konflikte in der germanischen Welt nach den Ereignissen der Varusschlacht. Anhand von Funden aus Europa wurde schlaglichtartig der Weg der Germanen an die Spitze der Macht nachgezeichnet von der Zeitenwende bis ins 5. Jahrhundert. Die Auszeichnung der Ausstellung und der Gestalter von neo.studio Berlin mit dem international renommierten »red dot communication design award« komplettierte den Erfolg. Die Sonderausstellung war Teil des groß angelegten Ausstellungsprojektes »IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht«, das gemeinsam mit dem LWL Römermuseum in Haltern und dem Lippischen Landesmuseum in Detmold realisiert wurde.

