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14 Tage als Museumspädagoge

13. Juli 2016 | Museumsblog | 0 Kommentare

14 Tage als Museumspädagoge

Max Alfing (17, Gymnasium in der Wüste) erzählt von seinem Praktikum

Meine erste Begegnung mit dem Varusschlacht-Museum fand im Rahmen der Römer- und Germanentage statt, die ich mit meiner Familie besucht habe. Die Römer und Germanen, die sich in Kostümen und Gewändern auf und im Museumspark tummelten, haben es mir sofort angetan. Als ich vor einem Legionärszelt einen römischen Offizier traf, der sich in voller Montur und Rüstung präsentierte, interessierte mich besonders, wie schwer so eine Rüstung tatsächlich war – und der Zenturio setzte mir prompt seinen schweren eisernen Helm mit Kopfschmuck auf! Ich glaube, dass dieser Tag mein Interesse für Geschichte und insbesondere die römische geweckt hat.

Als Praktikant der Museumspädagogik habe ich innerhalb von zwei Wochen einen sehr guten und spannenden Eindruck von dem Alltag eines Museumspädagogen erhalten. Ehrlich gesagt wusste ich zu Anfang nicht genau, was ich von meinem Praktikum erwarten sollte, aber mein „Chef“, Museumspädagoge Stephan Quick, gab mir ziemlich schnell eine Idee und Richtung, wohin mein Praktikum führen sollte.

Als erstes verschaffte ich mir einen Überblick über das Programmangebot und natürlich über die Ausstellung. Was ich an den Führungen gut fand, war auf jeden Fall das vielfältige Angebot an Führungen, die für jede Altersklasse geeignet sind: Man kann als Kind für einen Tag in die Haut eines römischen Legionärs der Antike schlüpfen und sogar in Rekonstruktionen von römischen Zelten auf dem Museumsgelände übernachten. Als Erwachsener kann man nicht nur die Dauerausstellung besuchen und mehr zu den Hintergründe der Varusschlacht erfahren, sondern auch die zur Zeit laufenden Ausgrabungen besuchen und so etwas über die Arbeit der Archäologen erfahren. Besonders gut hat mir die Arbeit mit den Kindern gefallen, vor allem, wenn sie selbst Begeisterung an dem Thema gezeigt haben, was immer der Fall und wiederum dem großen, interessanten Angebot des Museums zu verdanken war.

Aber ich bin nicht nur bei den Führungen dabei gewesen, sondern habe Stephan Quick auch in Besprechungen und zu Terminen begleitet und dabei gelernt, wie zum Beispiel das Museum und Schulen kooperierend zusammenarbeiten und dabei auch große Projekte umsetzen, wie einen Film zusammen zu planen. Was ich auch aus erster Nähe beobachten durfte: Die Anforderungen, die an Museumspädagogen gestellt werden. Man muss sehr flexibel sein und als „Schaltzentrale“ des Museums auch gut den Überblick behalten. An der Stelle meinen Respekt für Herrn Quick, dass er das so alles auf dem Schirm hat.

Am Ende meines Praktikums konnte ich die Erfahrungen aus beiden Bereichen zusammenfließen lassen, und zusammen mit Herrn Quick eine Lesereihe für Kinder gestalten, welches mir viel Spaß bereitet hat, und was, wie ich hoffe auch bei den Kindern gut ankommt. Ich konnte viele Erfahrungen gewinnen und möchte am Ende dem gesamten Team des Museums meinen Dank aussprechen, für diese tolle und spannende Zeit, mit der ich nur positive Erinnerungen und Erfahrungen verbinde, die ich hier gesammelt habe. Es war ein tolles Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde!

von Max Alfing

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